Gewindetabelle: metrische Gewinde mit Steigung und Kernloch

Metrische ISO-Gewinde nach DIN 13 mit Nenndurchmesser, Steigung und Kernlochdurchmesser: was in der Bezeichnung steckt, wie Sie die Angabe in der CNC-Zeichnung setzen und wie die Fertigung Innen- und Außengewinde umsetzt.

Zwei Gewindestangen mit geschnittenem Außengewinde in Nahaufnahme
Norm Metrische ISO-Gewinde nach DIN 13
Bezeichnung M, Nenndurchmesser und Steigung
Kernloch Kleiner als der Nenndurchmesser, Wert aus der Tabelle
Ziel Gewindeangaben für die CNC-Anfrage vorbereiten

Tabelle

DIN 13-1 metrisches Regelgewinde

Nenndurchmesser, Steigung und Kernloch-Bohrdurchmesser für metrische ISO-Gewinde nach DIN 13-1. Die Kernlochwerte sind übliche Bohrdurchmesser für Innengewinde nach DIN 336.

Metrisches ISO-Regelgewinde nach DIN 13-1 (M1 bis M64) mit Kernloch-Bohrdurchmesser
Gewinde Steigung P (mm) Kernloch (mm)
M1 0,25 0,75
M1.2 0,25 0,95
M1.4 0,3 1,1
M1.6 0,35 1,25
M1.8 0,35 1,45
M2 0,4 1,6
M2.2 0,45 1,75
M2.5 0,45 2,05
M3 0,5 2,5
M3.5 0,6 2,9
M4 0,7 3,3
M4.5 0,75 3,7
M5 0,8 4,2
M6 1 5
M7 1 6
M8 1,25 6,8
M9 1,25 7,8
M10 1,5 8,5
M11 1,5 9,5
M12 1,75 10,2
M14 2 12
M16 2 14
M18 2,5 15,5
M20 2,5 17,5
M22 2,5 19,5
M24 3 21
M27 3 24
M30 3,5 26,5
M33 3,5 29,5
M36 4 32
M39 4 35
M42 4,5 37,5
M45 4,5 40,5
M48 5 43
M52 5 47
M56 5,5 50,5
M60 5,5 54,5
M64 6 58
Häufige metrische Feingewinde (Kernloch = d - P)
Gewinde Steigung P (mm) Kernloch (mm)
M8x1 1 7
M10x1 1 9
M10x1.25 1,25 8,75
M12x1.25 1,25 10,75
M12x1.5 1,5 10,5
M16x1.5 1,5 14,5
M20x1.5 1,5 18,5

Nennwerte nach DIN 13-1; Kernlochwerte sind übliche Bohrdurchmesser für Innengewinde.

Metrische ISO-Gewinde nach DIN 13

Metrische ISO-Gewinde sind in DIN 13 genormt. Die Bezeichnung besteht aus dem Buchstaben M für metrisch, dem Nenndurchmesser in Millimetern und bei Feingewinden zusätzlich der Steigung. Ein M8 ohne weitere Angabe steht für ein Regelgewinde mit der zum Nenndurchmesser gehörenden Regelsteigung. Ein M8x1 steht für ein Feingewinde mit einer kleineren Steigung als dem Regelwert am gleichen Nenndurchmesser.

Regelgewinde decken die meisten Verschraubungen im Maschinenbau ab. Feingewinde kommen dort zum Einsatz, wo eine feinere Verstellung, ein größerer Kernquerschnitt bei gleichem Nenndurchmesser oder eine geringere Bauhöhe gefordert ist. Welche Steigung zu welchem Nenndurchmesser gehört, ist in DIN 13 festgelegt und lässt sich in der Tabelle auf dieser Seite ablesen.

Kernlochdurchmesser richtig wählen

Bevor ein Innengewinde in ein Bauteil geschnitten oder geformt werden kann, muss eine Bohrung mit passendem Kernlochdurchmesser vorbereitet werden. Der Kernlochdurchmesser ist kleiner als der Nenndurchmesser des Gewindes. Nur so bleibt genug Werkstoff stehen, damit das Werkzeug die Flankenkontur einbringen kann.

Als Faustzusammenhang gilt: Der Kernlochdurchmesser ergibt sich näherungsweise aus dem Nenndurchmesser minus der Steigung. Für die Werkstattpraxis reicht diese Näherung nicht aus. Die genauen Werte für Regel- und Feingewinde stehen in der Tabelle auf dieser Seite und in DIN 13. Der geeignete Kernlochdurchmesser hängt zusätzlich davon ab, ob das Gewinde geschnitten oder geformt wird und welcher Werkstoff bearbeitet wird.

Gewinde in der CNC-Zeichnung angeben

In der CNC-Zeichnung wird ein metrisches Gewinde durch seine Bezeichnung angegeben, zum Beispiel M6, M8 oder M10x1. Bei Innengewinden folgt die nutzbare Gewindetiefe, bei Sacklöchern zusätzlich die Bohrtiefe für das Kernloch. Wenn eine Toleranzklasse gefordert ist, wird sie hinter die Bezeichnung gesetzt. Für Innengewinde ist 6H eine übliche Angabe, für Außengewinde 6g.

Bei einer Gewindebohrung mit Senkung gehört die Senkungsform in die Zeichnung, damit Kopfform und Auflage des Verbindungselements sichtbar sind. Wenn eine Gewindebohrung eine Fase erhalten soll, ist die Fase gesondert einzutragen. Klare Zeichnungsangaben verhindern, dass Gewindetiefe, Kernloch und Senkung im Rückfragezyklus nachgeklärt werden müssen.

Innen- und Außengewinde in der Fertigung

Innengewinde entstehen bei CNC-gefertigten Bauteilen meist in zwei Schritten. Zuerst wird das Kernloch gebohrt, anschließend wird das Gewinde eingeschnitten oder geformt. Beim Gewindeschneiden trägt ein Werkzeug Material ab. Beim Gewindeformen wird der Werkstoff plastisch verdrängt, ohne Späne zu erzeugen. Welches Verfahren geeignet ist, hängt vor allem vom Werkstoff und von der geforderten Gewindefestigkeit ab.

Außengewinde werden auf der Drehmaschine oder in der Fräsbearbeitung erzeugt. Beim Drehen entsteht das Gewinde durch einen Gewindestahl, der die Flanken in mehreren Zustellungen einbringt. In der Fräsbearbeitung kommen Gewindefräser mit Zirkularinterpolation zum Einsatz. Damit die Bearbeitung planbar ist, müssen Gewindeart, Gewindelänge, Auslauf und bei Bedarf ein Freistich in Zeichnung oder Modell erkennbar sein.

Vom Gewinde zur Anfrage

Wenn Ihre Zeichnung metrische Gewinde nach DIN 13 mit Nenndurchmesser, Steigung, Gewindetiefe und optionaler Toleranzklasse enthält, sind die wichtigsten Angaben für die Kalkulation vorhanden. Kernlochbohrungen ergeben sich aus der Gewindeangabe und werden von der Fertigung nach Tabelle und Werkstoff festgelegt.

Für eine Anfrage laden Sie Ihre PDF-Zeichnung und ein STEP-Modell im gleichen Revisionsstand hoch. Nennen Sie Werkstoff und Stückzahl ab 100 Stück je Bauteil. Unser Ziel ist eine erste Rückmeldung innerhalb von zwei Arbeitstagen – mit einem schriftlichen Angebot oder konkreten technischen Rückfragen.

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Worauf Sie achten sollten

Regelgewinde und Feingewinde

Regelgewinde für Standardverschraubungen, Feingewinde für feinere Verstellung oder größeren Kernquerschnitt am gleichen Nenndurchmesser.

Kernloch aus der Tabelle

Kernlochdurchmesser hängt von Nenndurchmesser, Steigung, Werkstoff und Verfahren ab. Die genauen Werte kommen aus DIN 13.

Gewindeangabe in der Zeichnung

M-Bezeichnung, Gewindetiefe, Bohrtiefe bei Sacklöchern und Toleranzklasse nur bei Bedarf ergänzen.

Fragen

Häufige Fragen

Was unterscheidet Regelgewinde von Feingewinde?

Regelgewinde nutzen die zum Nenndurchmesser gehörende Regelsteigung nach DIN 13 und decken die meisten Verschraubungen im Maschinenbau ab. Feingewinde haben eine kleinere Steigung als das Regelgewinde am gleichen Nenndurchmesser. Sie eignen sich für feinere Verstellung, einen größeren Kernquerschnitt oder eine geringere Bauhöhe.

Wozu dient die Kernlochangabe?

Der Kernlochdurchmesser ist die Bohrung, die vor dem Gewindeschneiden oder Gewindeformen eingebracht wird. Er ist kleiner als der Nenndurchmesser, damit genug Werkstoff für die Flankenkontur stehen bleibt. Die konkreten Werte hängen von Gewindeart, Steigung, Werkstoff und Verfahren ab und sind in DIN 13 und in der Tabelle auf dieser Seite festgelegt.

Was bedeutet die Angabe M8x1?

M8x1 ist ein metrisches Feingewinde mit einem Nenndurchmesser von 8 mm und einer Steigung von 1 mm. Die Regelsteigung für M8 ist größer; wenn eine Zeichnung M8x1 nennt, ist bewusst ein Feingewinde gefordert. Der zugehörige Kernlochdurchmesser wird nicht aus der Bezeichnung berechnet, sondern in DIN 13 tabellarisch festgelegt.

Müssen Gewinde in der Zeichnung toleriert sein?

Eine Toleranzklasse ist nicht in jeder Zeichnung erforderlich. Für viele Anwendungen genügt die Grundbezeichnung, weil die Voreinstellungen der Gewindenormen greifen. Wo die Passung des Gewindes für die Funktion entscheidend ist, wird die Klasse ergänzt, für Innengewinde häufig 6H, für Außengewinde häufig 6g.

Können Bauteile mit Gewinden angefragt werden?

Ja. Drehteile und Frästeile mit Innen- oder Außengewinden lassen sich ab 100 Stück je Bauteil anfragen. Laden Sie Ihre PDF-Zeichnung mit den Gewindeangaben und ein STEP-Modell hoch und nennen Sie Werkstoff und Stückzahl. Unser Ziel ist eine erste Rückmeldung innerhalb von zwei Arbeitstagen – mit einem schriftlichen Angebot oder konkreten technischen Rückfragen.

Wie tief muss ein Gewinde mindestens sein?

Die nutzbare Gewindetiefe beträgt in Stahl mindestens 1x Nenndurchmesser, üblich sind 1,5x Nenndurchmesser. In Aluminium und Messing empfehlen sich 2x bis 2,5x Nenndurchmesser, weil die Gewindeflanken im weicheren Werkstoff weniger Last aufnehmen. Die Bohrtiefe muss um etwa 2 bis 3 Gewindesteigungen größer sein als die nutzbare Gewindetiefe.

Was ist der Unterschied zwischen Gewindeschneiden und Gewindeformen?

Beim Gewindeschneiden trägt das Werkzeug Material ab und erzeugt Späne. Beim Gewindeformen wird der Werkstoff plastisch verdrängt, ohne Spanbildung. Gewindeformen ergibt festere Flanken durch Kaltverfestigung und eignet sich für duktile Werkstoffe wie Aluminium, Messing und Baustahl bis etwa 1000 MPa Zugfestigkeit. Das Kernloch für Gewindeformen ist größer als beim Gewindeschneiden.

Gibt es metrische Linksgewinde und wie werden sie bezeichnet?

Ja, Linksgewinde sind nach DIN 13 genormt und werden mit dem Zusatz LH (Left Hand) gekennzeichnet, z. B. M10x1,5-LH. Sie kommen dort zum Einsatz, wo sich ein Rechtsgewinde durch Betriebsdrehung lösen würde: an Spannmuttern, Gasflaschen (DIN 477) und gegenläufigen Spindeln. In der CNC-Zeichnung muss LH explizit angegeben sein.

Welche Gewindegrößen kommen im Maschinenbau am häufigsten vor?

Die Größen M3, M4, M5, M6, M8, M10, M12 und M16 decken den Großteil aller metrischen Verschraubungen im Maschinenbau ab. M6 und M8 sind die am häufigsten eingesetzten Gewindegrößen für Befestigungsschrauben in CNC-Bauteilen.